Sie können Ihr Sterberisiko um 30–40 % senken, wenn Sie dies konsequent tun

Mit zunehmendem Alter verlieren unsere Muskeln an Masse, während die Knochen an Dichte einbüßen und anfälliger für Brüche werden. Gleichzeitig wird es für viele Menschen immer schwieriger, Zeit für Krafttraining und Bewegung zu finden – Familie, Beruf und andere Verpflichtungen drängen sich in den Vordergrund.

Doch genau hier liegt der Schlüssel, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken. Neue Forschungsergebnisse aus Australien bestätigen erneut, was Wissenschaftler seit Langem vermuten: Regelmäßige körperliche Aktivität ist entscheidend für ein längeres und gesünderes Leben.

Sport verbessert nicht nur die Herz-Kreislauf-Gesundheit, sondern stärkt Muskeln und Knochen, hilft beim Gewichtsmanagement und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.

Wie viel Bewegung wird empfohlen?

Gesundheitsexperten empfehlen Erwachsenen:

  • 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche

  • sowie mindestens zwei Tage Krafttraining pro Woche

Diese Kombination gilt als ideal, um körperliche Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit zu erhalten.

Studie zeigt deutlich geringeres Sterberisiko

In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie kamen Forschende der University of Queensland zu dem Ergebnis, dass regelmäßige Bewegung im Erwachsenenalter mit einem 30 bis 40 Prozent geringeren Risiko verbunden ist, vorzeitig zu sterben – insbesondere an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Als vorzeitiger Tod gilt dabei allgemein ein Tod vor dem 75. Lebensjahr.

„Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung körperlicher Aktivität über das gesamte Erwachsenenleben hinweg und zeigen, dass ein Einstieg zu jedem Zeitpunkt Vorteile für die Lebenserwartung bringen kann“, erklärten die Studienautoren in einer Stellungnahme.

Auswertung von 85 Studien

Für ihre Analyse werteten die Forschenden 85 wissenschaftliche Studien aus, die sich mit Bewegungsmustern im Erwachsenenalter, unterschiedlichen Aktivitätsniveaus und den langfristigen Effekten von Sport beschäftigten. Die untersuchten Teilnehmergruppen reichten von 357 bis zu 6,5 Millionen Menschen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Untrainierte Erwachsene, die mit Sport begannen, hatten ein 22 Prozent geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben, als jene, die inaktiv blieben.

  • Personen, die dauerhaft aktiv waren – sei es regelmäßig oder vor allem in der Freizeit – hatten ein 40 Prozent geringeres Risiko, an Herzkrankheiten zu sterben, und ein 25 Prozent geringeres Krebsrisiko im Vergleich zu Bewegungsmuffeln.

  • Mehr als die empfohlenen 300 Minuten Sport pro Woche brachten nur noch geringe zusätzliche Vorteile für die Lebensverlängerung.

  • Wer von einem aktiven Lebensstil wieder zur Bewegungsarmut zurückkehrte, verlor die positiven Effekte des Sports.

  • Jede Form von Bewegung ist besser als gar keine.

Die Ergebnisse wurden im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht.

Einschränkungen – und ein klares Fazit

Die Forschenden räumten ein, dass ein Großteil der Daten auf Selbstauskünften der Teilnehmenden basierte, was Ungenauigkeiten mit sich bringen kann. Dennoch wächst die wissenschaftliche Evidenz stetig.

Das Fazit ist eindeutig: Regelmäßige Bewegung zahlt sich aus – selbst wenn man erst später damit beginnt. Wer aktiv bleibt, verbessert nicht nur seine Lebensqualität, sondern erhöht auch deutlich die Chancen auf ein längeres Leben.

Oder anders gesagt: Ein aktiver Körper ist eine der zuverlässigsten Investitionen in die eigene Zukunft.

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